Gesund durch Herbst und Winter mit bewährten Hausmitteln

Natürlich kann mit den Hausmitteln nicht jede Krankheit bekämpft werden. Aber sie helfen uns doch,  die kalten Jahreszeiten besser zu überstehen.  Und gegen Halsschmerzen, Husten und Schnupfen ist in der Tat ein Kraut gewachsen. Omas Schatztruhe hilft da bestimmt.

Heilkräuter einer Bergwiese am Reschenpass im Vinschgau
Allerhand Kräuter und Gräser findet man auf der Bergwiese am Reschenpass

Großmutters Weisheiten dürfen nicht unterschätzt werden, denn Hausmittel haben eine lange Tradition. Hippokrates, der Arzt der Antike sagte bereits: "Eure Lebensmittel sollen eure Heilmittel sein".  Auch die Klöster im Mittelalter haben das Wissen über die Heilkräfte der Natur aufgezeichnet. Die wichtigste Vertreterin ist wohl Hildegard von Bingen (12. Jhrd). Aber auch der Pfarrer Sebastian Kneipp kann als ein wichtiger Verfechter der Naturheilverfahren angesehen werden.

Über viele Jahrhunderte waren Hausmittel die einzige Möglichkeit der Selbstmedikation für viele Menschen. Ärzte waren weit entfernt oder finanziell unerschwinglich. Zudem war das Wissen in der Medizin noch in den Kinderschuhen. Meistens waren es die Frauen, die sich mit Heilpflanzen und den verschiedenen Praktiken auskannten und ihr Wissen an die Töchter weitergaben. Sie wußten, wann welche Pflanzen gepflückt werden, wie sie konserviert werden mußten und wie Sie angewandt werden mußten, um ihre heilenden Kräfte zu entfalten. Inzwischen gibt es sogar Lehrstühle für Naturheilkunde an mehreren Universtitäten. Doch Achtung: Die Einnahme von pflanzlichen Mitteln sollte stets gut dosiert und in der richtigen Zusammensetzung erfolgen. Bei schwerwiegenden Erkrankungen und bei Einnahme von Medikamenten ist stets eine ärztliche Absprache notwendig.

Hausmittel, die wirklich helfen.

Kalte Füße:

Einreiben mit Rizinusöl

Wundermittel Rosmarin: als Tee oder im Fußbad

Halsschmerzen:

Salbeitee oder kühlende Wickel mit gekochten Leinsamen, zerstampften gekochten Kartoffeln oder mit Quark. Beruhigt die Schleimhäute; Salbei desinfiziert zudem.

Husten:

ein bis zwei Löffel Honig pur oder Tee aus Thymian, Anis oder Fenkel mit Honig

Zwiebel- oder Rettichsirup

Eibischwurzelsud

Erkältung:

Drei Teelöffen frisch geriebener Ingwer in Wasser aufkochen, mit Honig und Zitronensaft trinken.

Tee aus getrockneten Holunderblüten und Pfefferminze befreit die Atemwege und senkt das Fieber.

Omas gesunde Hühnersuppe (Schreiben Sie mir. Ich schicke Ihnen gerne das Rezept!)

Schnupfen:

Nasenspülung mit Kochsalz

Fieber:

Kalte Essig-Wadenwickel

Die Wirkstoffe von Pflanzen sind ungleichmäßig in den Blüten, Blättern, in der Rinde, in den Wurzeln, in den Samen oder in den Früchten gespeichert. Der Wirkstoffgehalt schwankt ebenfalls: Einflußfaktoren sind Standort, Tageszeit, Witterung oder Wachstumszyklus. Gewisse Pflanzen werden kalt angesetzt und nur leicht erwärmt, andere ausgekocht oder überbrüht. Einige werden nur äußerlich angewandt, andere hingegen entfalten ihre Wirkung erst bei längerer Einnahme.

Eine schier unendliche Vielfalt an wilden und gesunden Alpenkräutern finden Sie am Reschenpass vor allem in den Monaten Juni und Juli. Ein atemberaubendes Blütenmeer frischer Bergkräuter und -blumen erwartet Sie auf 1800 m Höhe. Wer diese Farbenpracht und Vielfalt einmal gesehen hat, wird wohl nicht nur von der Heilkraft dieser Kräuter in den Bann gezogen werden.  Denn so ein Urlaub in den Bergen führt zu Kraftorten, die Sie auch einladen werden, Ihren Geist auf Reisen zu schicken.

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